ADAC-Krise beschert Konkurrenz neue Kunden

Dienstag, Februar 18th, 2014. Filed under: Story

Bei Pannen sind auch andere Autoclubs gefragt

Bei Pannen sind auch andere Autoclubs gefragt

Noch immer sind die Wogen nicht geglättet im Fall der ADAC-Krise. Ganz im Gegenteil, denn scheinbar kommen nach und nach weitere Skandale zum Vorschein, welche jahrelang unentdeckt blieben. Das Vertrauen der Vereinsmitglieder ist schwer angeschlagen. Die Konkurrenz hingegen profitiert vom mittlerweile schlechten Ruf der „Gelben Engel“.

ACE-Mitgliederzahlen steigen

Bisher reichte es  aufgrund der Mitgliederzahlen (580.000) für den Auto Club Europa (ACE) nur für Platz drei, doch das könnte sich in Zukunft ändern.
Die Anspannung der Mitglieder des ADAC ist deutlich zu spüren und drückt sich unter anderem durch einen Wechsel zur Konkurrenz aus. Der ACE konnte sich bisher über 600 bis 700 Neue Mitglieder pro Woche freuen. Nach dem Skandal beim ADAC hat sich die Zahl deutlich erhöht. Mittlerweile kommen mehr 1000 Neuanmeldungen wöchentlich.
Für den ACE sind diese Entwicklungen natürlich positiv zu bewerten. Der Vorsitzende sieht vor allem einen großen Grund für die Misere des ADAC: Zu wenig interne Aufsicht führe wohl oder übel zu Kontrollverlust. Wird Macht nicht kontrolliert, so könne sich daraus eben ganz schnell ein Machtmissbrauch entwickeln.
Ganz allgemein fragt man sich auch, wie es überhaupt so lange gut gehen konnte und erst jetzt alles nach und nach aufgedeckt wird. Der Vorsitzende des ACE sieht den Fehler aber auch bei den Außenstehenden, wie zum Beispiel der Medien und auch der Politik. Zu lange habe sich ganz einfach niemand getraut hinzuschauen oder nachzufragen.

Skandalwelle rollt noch

Die Manipulation der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen war der Auftakt für die Skandalwelle bei Allgemeinen Deutschen Auto Club, welche bis heute weder abgeebt ist, noch nicht wirklich beruhigen konnte. Bisher geht man davon aus, dass auch in den Vorjahren ähnliche Manipulationen vorgenommen wurden.
Die Konsequenz? Präsident und Pressesprecher wurden entlassen, die Korruptionsabteilung der Staatsanwaltschaft München ermittelt und die Mitgliederzahlen schrumpfen. Wie könnte der ADAC das Vertrauen  seiner Mitglieder am ehesten zurückgewissen? Verkehrsminister Dobrindt fordert beispielsweise, dass Mitglieder bei der Wahl zu einem neuen Präsidenten auf jeden Fall einbezogen werden dürfen. Demokratie scheint ein gutes Mittel für Transparenz und Vertrauen. Bliebt abzuwarten, wie sich die Krise weiterhin entwickelt.

http://www.adac.de/

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